Kirchenführer

     
Unsere PFARRKIRCHE ist dem dem Hl. Georg geweiht. Die Grundmauern des 1. und 2. Joches sind gotisch und stammen aus dem 13. Jh . In der Barockzeit wurde der Bau geändert, diese Kirche hatte einen kleinen Turm im Osten über dem Altarraum. Nach den Zerstörungen in der Türkenzeit stellte man den Bau genauso wieder her. Zu Beginn des 19. Jhs. wurde das Gewölbe als Korbgewölbe im Biedermeierstil neu eingezogen und außen vier starke Pfeiler angesetzt. 1858 brannte die Kirche ab, im Sommer 1866 konnte der Wiederaufbau vollendet werden. Die Kirche war um ein Joch, das ist der Chor, verlängert worden und hatte einen höheren Turm in neuromanischer Art, diesmal auf der Westseite erhalten. Die letzte gründliche Außenrenovierung wurde im Jahre 1981 vorgenommen.

Ein aus der Mitte des 15. Jhs. stammende und noch gut erhaltener Opferstock wurde im Zuge der letzten Außenrenovierung rechts neben dem Haupteingang aufgestellt. Er ist eine Besonderheit unserer Kirche. Josef Angeler schuf 1868 die Kircheneinrichtung. Er drechselte den bis heute noch erhaltenen Hochaltar im neugotischen Stil, der am 14. 11. 1869 eingeweiht wurde. Die beiden Seitenaltäre wurden vom Künstler in den Jahren 1871 bis 1873 vollendet.

Die Altarbilder stammen von dem Maler Johann Kessler. In der Glockenstube befindet sich die große Georgsglocke aus dem Jahre 1738. Als eine Zierde der Kirche kann die Orgel bezeichnet werden, erbaut wurde sie 1902 vom Orgelbauer Matthäus Mauracher aus Graz.

In Zillingdorf-Bergwerk befindet sich die FILIALKIRCHE, Hl. Barbara. Die heutige Kirche, ein moderner Rohziegelbau wurde 1975 fertig gestellt. Die Kirche am Bergwerk wurde im Jahre 2001 feierlich gesegnet. Im selben Jahr wurde die Kirche mit neuen Sitzbänken ausgestattet und vor dem Gotteshaus ein großes Holzkreuz errichtet. Zur Erinnerung an die in Zillingdorf-Bergwerk wohnhaft gewesenen Bergleute soll die Kirche der Hl. Barbara geweiht werden. Bis in den 70iger Jahren gab es am Bergwerk nur eine Notkirche, die aus einem umfunktionierten Parteiheim entstand, welches damals die Pfarre von der Gemeinde erworben hatte.

Der PFARRHOF zählt zu den ältesten Gebäuden des Ortes. Aufgrund einer noch heute gut erhaltenen Reinaissance-Fensterleibung kann abgeleitet werden, dass das Gebäude zu Beginn des 16. Jhs. errichtet wurde. Im oberen Stockwerk befindet sich eine Barockstukkatursdecke aus dem Jahre 1730.